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Rache-Geschichten

Meine Ex wollte meinen Spa-Gutschein behalten – ich holte ihn zurück

Meine Ex wollte meinen Geburtstagsgutschein für sich selbst nutzen. Also rief ich im Spa an und sorgte dafür, dass er dort landete, wo er hingehörte.

Meine Ex wollte meinen Spa-Gutschein behalten – ich holte ihn zurück

Nadine und ich waren anderthalb Jahre zusammen, und zu meinem letzten Geburtstag mit ihr schenkte sie mir einen Gutschein für einen ganzen Spa-Tag in einer Nachbarstadt, mit Whirlpool, Gesichtsbehandlung und Massage-Paket. Sie hatte die Bestätigung selbst ausgedruckt und in eine Karte gesteckt, mit einer handgeschriebenen Notiz darüber, dass ich immer alle anderen an erste Stelle setze und mal einen Tag verdient hätte, an dem ich verwöhnt werde. Ich kam nie dazu, den Gutschein einzulösen, bevor wir uns zwei Monate später trennten.

Die Trennung war nicht wirklich hässlich, nur müde und längst überfällig. Was danach wehtat, war zu hören, dass Nadine bei einem Treffen mit gemeinsamen Freunden erzählt hatte, sie gehe davon aus, dass ich den Gutschein ohnehin nie einlösen würde, also plane sie, im Spa anzurufen und sich selbst einen Tag damit zu buchen.

Der Gutschein lag noch unberührt in meiner Küchenschublade, mit meinem Namen direkt auf der Bestätigungs-E-Mail, die dazugehörte.

Ich rief selbst im Spa an. Ich erklärte, der Gutschein sei ein Geburtstagsgeschenk gewesen, ausdrücklich für mich, gab die Bestätigungsnummer aus meiner E-Mail durch und fragte, welche Möglichkeiten ich hätte, weil ich gehört hatte, dass jemand anderes versuchen könnte, ihn einzulösen. Die Frau am Telefon war sehr verständnisvoll, sobald sie den Vorgang aufgerufen hatte und meinen Namen bei dem ursprünglichen Kauf sah.

Sie stellte den Gutschein neu aus, nur auf meinen Namen, vermerkte das in der Akte und fragte, ob ich gleich am Telefon einen Termin buchen wolle. Das wollte ich.

Ich lud meine neue Freundin Lea ein, die ich erst ein paar Wochen zuvor kennengelernt hatte, und wir buchten den ganzen Tag zusammen, Whirlpool, Gesichtsbehandlungen, Massagen, das komplette Programm.

Wir waren mitten in den Gesichtsbehandlungen, in Bademänteln, mit einer Art Tonmaske im Gesicht, als die Empfangsdame einem anderen Gast erzählte, jemand habe eben nach einem Gutschein gefragt, der unter einem Namen laufe, der nicht mehr im System stehe. Ich musste nicht raten, wessen Name das war.

Lea fragte, worüber ich so lachen müsse, während mir die Tonmaske an den Mundwinkeln bröckelte. Ich sagte, ich würde es ihr beim Mittagessen erklären, wenn wir beide wieder in unseren eigenen Klamotten wären und nicht mit grüner Paste bedeckt dalägen.

Nadine hat mir gegenüber nie ein Wort darüber verloren, aber die gemeinsame Freundin, die mir überhaupt erst von ihrer Angeberei erzählt hatte, erwähnte später, Nadine sei ein paar Tage nach uns im Spa aufgetaucht, nur um festzustellen, dass der Gutschein, den sie für ihren eigenen hielt, längst eingelöst war, Wochen zuvor, von der Person, für die er eigentlich gedacht war.

Manche Geschenke gehören am Ende wirklich der Person, der sie geschenkt wurden, egal, ob die Schenkende sich nach der Trennung noch daran erinnert.

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Namen, Orte und Details wurden verändert. Ähnlichkeiten mit realen Personen sind zufällig.